Verschiedene Sammlungen –
ein breites Angebot
Ein Besuch im Museum Burghalde ist abwechslungsreich und bietet für viele Interessen etwas. Vom steinzeitlichen Faustkeil bis zur industriellen Konservendose reichen die Exponate. Die Urgeschichtswerkstatt ist eine Attraktion für Schulklassen und Gruppen. Von nationaler Bedeutung ist die Sammlung russischer Ikonen. Jährlich wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen gehören ebenfalls zum Angebot.
Archäologische Sammlung mit Urgeschichtswerkstatt.
Die archäologische Sammlung gehört zu den grössten, die im Kanton Aargau öffentlich gezeigt wird. Sie vermittelt etwa die Entwicklung der Behausung vom Rentierfellzelt der Jäger und Sammler bis zur Villa der Römer anhand von Nachbauten. Ein besonderes Augenmerk gilt der Geschichte der Pfahlbauer. Sie besiedelten vor 5000 Jahren die Ufer des Hallwiler- und Baldeggersees.
Zahlreiche Originalfunde und Modelle erzählen die Geschichte ihres Alltags. Von europäischer Bedeutung sind die jungsteinzeitlichen Steinkistengräber. Sie belegen eindrücklich den ausgefeilten Toten- und Begräbniskult, den die Menschen damals praktizierten.
Auf Voranmeldung ist der Besuch der Urgeschichtswerkstatt jederzeit möglich. Die Werkstatt vermittelt die handwerkliche Seite dieser Epoche auf praxisnahe Weise. Selber ausprobieren und experimentieren stehen im Vordergrund.
Stadt- und Industriegeschichte.
Über die Stadt Lenzburg herrschten im Mittelalter zunächst die Kiburger, dann die Habsburger und schliesslich stand das Gebiet unter Berner Herrschaft. Nebst der wechselvollen Geschichte der Stadt zeigt diese Abteilung kunstgewerbliche Kostbarkeiten aus den Lenzburger Werkstätten der Silberschmiede und Hafner. Eine Reihe von bekannten Firmen hat ihren Ursprung in Lenzburg. Hero, Mammut, Wisa Gloria sind drei der klingenden Namen. Ihre Entwicklung zu global oder mindestens schweizweit tätigen Konzernen dokumentieren Produktpaletten, Werbeplakate und Fotos seit den Gründerjahren.
Wohnmuseum.
Das Museum befindet sich in der Alten Burghalde, erbaut 1628 und erweitert im frühen 18. Jahrhundert. Die historische Stube, die Küche und der prachtvolle Barocksaal erlauben das Eintauchen in die Wohnkultur des gehobenen Bürgertums im 17. und 18. Jahrhundert. Der Barocksaal ist ein Bijou. Die Dimensionen und die qualitätsvolle Ausführung der Stuckatur sind aussergewöhnlich. Die Arbeit beeindruckt insbesondere durch die fast frei schwebenden Engelfiguren.
Russische Ikonen.
Eine Schenkung war der Anlass, dass 2002 sozusagen das Museum im Museum eröffnet wurde. Prof. Urs Peter Haemmerli übergab seine Sammlung russischer Ikonen. Für die Präsentation der qualitätsvollen Werke wurde ein umfassender Um- und Ausbau vorgenommen. Im Gewölbekeller des Museums Burghalde ist die Sammlung in einem stimmungsvollen Ambiente zu besichtigen. Es ist das einzige Ikonenmuseum in der Schweiz.




