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Tourismus und Kultur / Sehenswürdigkeiten
Bauten in der Altstadt
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Die Stadtkirche, Kirchgasse 31, wurde 1667 zur chorlosen protestantischen Saalkirche erweitert. Der 1601 vom Meister Antoni Frymund errichtete Käsbissenturm wurde vom Vorgängerbau übernommen. Das Innere birgt eine schöne Régence- Rokoko-Stuckdecke von Jakob Mäus- sburger von 1760. Den Taufstein schuf 1763 der Berner Meister Mathäus Funk. |
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| Über dem Chorgestühl erinnern an der Nordwand prächtig gestaltete Epitaphe (Gedenktafeln) an bernische Offiziere, die in der zweiten Schlacht von Villmergen 1712 fielen. Weitere Grabdenkmäler finden sich an der Südwand sowie an der südlichen Umfassungsmauer. |
Das Rathaus, Rathausgasse 16, wurde 1676/77 und 1692 ff. in zwei Etappen an der Stelle seines mittelalterlichen Vorgängers nach einheitlichen Plänen errichtet. Der barocke Bau ist bündig in die Häuserfassade eingefügt. In der Mitte wird das Rathaus durch einen in die Gasse ragenden schlanken Turm geteilt. |
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| Diese Unterbrechung durch die Verlängerung des auf jedem Stockwerk vorhandenen Mittelgangs verdeutlicht die in zwei Etappen gebauten Gebäudehälften.Die Fassade zu beiden Seiten des Turms wird durch den Dreierrhythmus der hohen Doppelfenster bestimmt, deren Fenstergewände, mit Ohren und wulstig profilierten Bänken, von rahmenden Leisten umfasst und von einem flach geschwungenen Segmentgiebel bekrönt sind. Während die Fenster die waagrechten Linien am Bau hervorheben, betont der Turm die Senkrechte: Die Traufhöhe des Hauses um ein Geschoss überhöhend, endet er in einem barocken Helm mit vier volutenumsäumten Uhrgiebeln, aus denen sich, durch eine offene Laterne durchbrochen, eine schlanke achtseitige "welsche Haube" hebt. Eine Rarität ist die Rixheimer-Tapete von 1815 im Kommissionszimmer im 2. Stock, eine handbedruckte Tapete aus der Manufaktur Jean Zuber in Rixheim, Elsass, welche eine Schweizer Landschaftsphantasie zeigt. |
Einige Häuser der Rathausgasse sind von den spätgotischen Bauformen des 17. Jahrhunderts gekennzeichnet, andere sind von barocken Formen geprägt. Speziell erwähnt sei hier das Haus Rathausgasse 31, ein dreiachsiger Bau aus dem Jahre 1728 mit einem in der Mitte vorgebauten Erker und einer aus Muschelkalkplatten gefügten Fassade. |
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| Das ehemalige Asyl (Armen- und Altersspital), heute Stadtbibliothek, Kirchgasse 2, ist im Zusammenhang mit dem Ausbau des Unteren Tores durch die Vereinigung mehrerer Häuser im Jahre 1638 entstanden. Das heutige Gebäude wurde 1792 in einer Übergangsform vom Barock zum Klassizismus erbaut. Das Eckhaus unter dem Gerschilddach hat eine ausgewogene, streng symmetrische Vorderfront. |
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| Das ehemalige Amtshaus, Rathausgasse 32, von 1845 ist ein spätklassizistischer Bau mit zwei dorischen Säulen. |
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Der alte Gemeindesaal am Metzgplatz, ein wohlproportioniertes spätklassizistisches Gebäude, wurde 1843 errichtet und 1863/64 nach Süden erweitert und zu einem Fest- und Gemeindesaal ausgebaut. Der Platz für dieses Gebäude wurde damals mit dem Abbruch der überflüssig gewordenen Ringmauern und der daran angebauten Gebäude gewonnen. |
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| Das lange Zeit vernachlässigte und nur noch Lagerzwecken dienende Gebäude wurde 1983/84 umfassend renoviert und wieder seinem ursprünglichen Zweck zugeführt. Dabei wurde auch die sehenswerte Deckenmalerei im Saal freigelegt und sorgfältig restauriert, ein rein architektonisch gehaltenes Werk mit gemalten Profilstäben und flächenfüllenden Arabesken in kühner, gekonnt abgewogener Farbigkeit. |
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