--> DIE IKONENSAMMLUNG BLEIBT WEGEN UMBAU BIS SEPTEMBER 2018 GESCHLOSSEN

Museum für russische Ikonen

Die Sammlung ostkirchlicher Kunst umfasst 65 Werke und ist die einzige permanent gezeigte Ikonenausstellung in der Schweiz. Die Sammlung war eine Schenkung von Professor Dr. med. Urs Peter Haemmerli, der einer angesehenen Lenzburger Familie entstammte.

Die Besichtigung ist während den regulären Öffnungszeiten des Museum möglich. Führungen für Gruppen sind jederzeit nach Voranmeldung möglich.

Thematische Vielfalt

Urs Peter Haemmerli war fasziniert vom Wesen und Wirken dieser «Bilder der Seele». Er sammelte ein breites Spektrum an Themen: Bildnisse von Christus, seinen Lebens- und Passionsszenen, verschiedene Darstellungstypen der Gottesmutter und Ikonen von Heiligen. 

Die Bedeutung einer Ikone

Das Wort Ikone bedeutet allgemein «Bild» oder «Abbildung». Die Kunst der Ikonenmalerei hat ihren Ursprung im byzantinischen Reich des 6. und 7. Jahrhunderts. In Russland übernahmen zahlreiche Schulen die byzantinische Formensprache und entwickelten einen eigenen Stil. Ikonen haben eine zentrale Bedeutung innerhalb des russisch-orthodoxen Glaubens. Sie sind wie ein Fenster zum Himmel. Sie erlaubt dem Gläubigen mit Christus, Maria und den Heiligen in Kontakt zu treten.

Die Maltechnik

Die Herstellung einer Ikone ist sehr aufwendig. Alleine das Mischen der Farben dauert seine Zeit. Die traditionelle Technik der Ikonenmalerei ist das Tempera-Verfahren. Die Farben werden aus Naturpigmenten wie Lapislazuli, Ocker und Zinnober, Eigelb und einem Verdünnungsmittel, zum Beispiel Kvas oder Bier, gemischt. Die Naturfarben in Kombination mit dem Blattgold verleihen den Werken eine einzigartige Farbigkeit und Leuchtkraft.