Urgeschichtswerkstatt –
Museum experimentell
Einfallsreich und raffiniert stellten die Menschen vor 5000 Jahren ihre Werkzeuge und Dinge des täglichen Gebrauchs her. Es sind überraschende Erfindungen, deren Handhabung heute neu gelernt werden muss. Die Urgeschichtswerkstatt bietet dafür die Gelegenheit.
Experimentelle Archäologie.
Eine archäologische Grabung fördert viele Funde zu Tage, darunter zahlreiche Werkzeuge. Um herauszufinden, wie die Werkzeuge gebaut wurden und funktionierten, werden sie sorgfältig nachgebildet und ausprobiert. Die experimentelle Archäologie geht den technischen Errungenschaften auf den Grund.
Seit 25 Jahren vermittelt die Urgeschichtswerkstatt im Museum Burghalde die stein- und bronzezeitlichen Techniken und Arbeitsweisen dem breiten Publikum. Insbesondere Schulklassen machen gerne von den Angeboten Gebrauch.
Die breite Themenpalette.
Die Palette der vermittelten Themen ist breit. Ein Schwerpunkt liegt auf den Werkzeugen und Werktechniken. Erfindungen wie die Pendelsäge oder der Schwungbohrer werden erklärt und demonstriert. Andere Geräte, Dinge, Materialien und Proben erzählen vom Bauen und Wohnen, dem steinzeitlichen Speiseplan, der Jagd, dem Fischfang und von Körperschmuck und –schutz. Das Angebot an Führungen ist gross und auf individuelle Wünsche anpassbar.
Die Besucherinnen und Besucher legen selber Hand an und erproben die Bearbeitung von Stein, Holz, Knochen, Wolle, Flachs, Getreide und vielem mehr. Durch das selber Experimentieren wird die prähistorische Zeit wirklich greifbar und erlebbar. Der Erkenntnisgewinn verändert das Bild vom Leben und Arbeiten in der Steinzeit nachhaltig.
Eine Bereicherung für den Besuch der Urgeschichtswerkstatt ist die Besichtigung der archäologischen Sammlung im Museum. Die Ur- und Frühgeschichte ist mit zahlreichen Fundobjekten umfassend dokumentiert. Der Besuch des Museums und der Werkstatt lässt sich mit einer Wanderung zum Pfahlbauhaus in Seengen am Hallwilersee verbinden.




