Bronze, Eisen und Stahl haben den Menschen in verschiedenen Zeitaltern die Herstellung von immer besser werdenden Werkzeugen und Waffen erlaubt. Du siehst hier drei verschiedene Metalllegierungen, die mit einem angespitzten Gewicht beschädigt wurden, das aus gleicher Höhe auf die Probe gefallen ist.
Schon mit blossem Auge wird die unterschiedliche Härte der Proben deutlich. Das Gewicht hinterlässt auf der Bronzeplatte eine weitaus grössere Delle als auf der Eisen- oder Stahlplatte. Unter dem Rasterelektronenmikroskop sind die Unterschiede zwischen den Metallen noch detaillierter sichtbar.
Die verschiedenen Eigenschaften von Bronze, Eisen und Stahl, bedeuteten für die Menschheit einen grossen Unterschied.
Kupfer war das erste Metall, aus dem Menschen Werkzeuge hergestellt haben. Es ist aber recht weich und die Werkzeuge waren darum nicht lange nutzbar. Bronze, dass aus einer Mischung (Legierung) von Kupfer und einem anderen Metall (meistens Zinn, aber auch Arsen) besteht, ist bereits deutlich härter. Die Erfindung von Bronze gibt bis heute der Bronzezeit (in Mitteleuropa ca. 2200-800 v. Chr.) ihren Namen. Aus den Bronze-Metallmischungen konnten die Menschen vielfältige Werkzeuge, Waffen und Schmuck herstellen. Je nach Zusammensetzung lag der Schmelzpunkt der Mischungen bei Temperaturen von 850°C bis 1000°C.
Die Herstellung von Eisen verlangte dagegen weit höhere Temperaturen von etwa 2000°C und war erst möglich, nachdem der Mensch den Hochofen erfunden hatte. Diese Neuerung prägte die Eisenzeit (in Mitteleuropa von etwa 900 v. Chr. bis Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr.) und erlaubte die Produktion härterer und langlebigerer Werkzeuge und Waffen.
Wird Eisen mit etwa 2% Kohlenstoff verschmolzen, entsteht Kohlenstoffstahl, der noch widerstandsfähiger ist als reines Eisen.