PopUp-Ausstellungen

ab 21. November 2019 bis 31. Januar 2020

Die Rückkehr der Malerin Clara Müller ( 1862 - 1929) nach Lenzburg

Die Künstlerin Clara Müller (16.3.1862 in Densbüren - 18.2.1929 in Bergamo) lebte als Kind während rund 10 Jahren in Lenzburg, auf dem Gelände der Strafvollzugsanstalt. Ihr Vater Johann Rudolf Müller war der erste Direktor der Anstalt und gilt als Pionier des humanen Strafvollzugs. Im künstlerischen Schaffen von Clara Müller zeigt sich eine begnadete Portraitmalerin. Trotz der hohen Qualität ihrer Arbeiten blieb ihr nachhaltige Anerkennung versagt.

Charakterisierung des künstlerischen Werks
Ihre Porträtkunst kennzeichnet ein hellsichtiger Blick für die Eigenart des Dargestellten in Geste und Haltung sowie ein psychologisches Feingefühl, das um so tiefer dringt, je mehr die Malerin vom Wesen des Modells angesprochen wurde. So gehören denn auch die Bildnisse der Verwandten und die Porträts von Kindern, denen sie herzlich zugetan war, zum Schönsten, was sie geschaffen hat. Bei aller Wirklichkeitstreue verliert sich diese Malerei jedoch nicht in der blossen Charakterisierung: die grossgensinnte Künstlerin sieht auch den Menschen gross, sie verinnerlicht ihn, gibt ihm die Würde des Schicksalsträgers. Dem entspricht ihre besondere Vorliebe für das grosse Format. Neben den Bildnissen malte sie Blumenstilleben - meist mit einem Fenstarausblick in die Weite - und einige wenige Landschaftsbilder der ihr vertrauten Gegend von Bergamo.

Vernissage am 21.11.2019, 18:00
mit Apéro und musikalischer Untermalung von Clara Luisa Demar, Nachfahrin der Künstlerin Clara Müller
Museum Burghalde, Burghaldenhaus,

 

8. November 2019 bis 8. März 2020

Lenzburger Wein – 70 Jahre Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung

Zum 70. Jubiläum der Ortsbürger Rebbauern Lenzburg (seit 1949) ist der Vereinigung und der Gruppe Räblüs im Museum Burghalde eine kleine, feine Ausstellung gewidmet – eine Würdigung für die Tropfen aus dem 40 Aaren grossen Rebberg am südlichen Schlossberghang. Anlässlich der Vernissage spricht Dr. Markus Dürrenberger vom Swiss Nanoscience InstitutezuStrategien, um Reben gegen Pilzbefall und Holzkrankheitenresistent zu machen. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Anschliessend lädt die Kulturkommission Lenzburg um 20 Uhr zu einem Podiumsgespräch im Burghaldenhaus ein.

Rebbauern-Vereinigung seit 1949
Mit viel Initiative und Passion pflegt die Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung seit 1949 den rund 40 Arenumfassenden Rebberg am südlichen Hang des Schlossbergs. Anlässlich des Jubiläums ist im Museum Burghalde bis 8. März 2020 eine Pop Up-Ausstellung mit Trouvaillenaus dem Archiv der Vereinigung zu sehen. Präsidentin Corin Ballhaus und Kurt Wernli habenzusammen mit dem Sammlungsleiter des Museums Burghalde Marc Philip Seidel die erlesene Auswahl getroffen. Die Zukunft der Rebe liegt in ihrer Nachhaltigkeit

Nano trifft Rebe
Der Nanoforscher Dr. Markus Dürrenberger ist anlässlich der Vernissage für ein Impulsreferat eingeladen. Er präsentiert neuste Erkenntnisse, den Einsatz konventioneller Pflanzenschutzmittel im Rebbau zu reduzieren. Auf der anderen Seite benötigen Winzerauch angesichts des Klimawandels effiziente, neue Strategien,umKrankheiten und Schädlinge zu bekämpfen.An diesen Punkten setzt das trinationale Projekt Vitifuturan. Die Weinbau-Forschungsinstitute am Oberrhein schliessen sich zusammen und entwickeln Strategien die Rebe gegen Pilzbefall und Holzkrankheitenresistent zu machen. Als Partner mitdabei ist das Swiss Nanoscience Institute(SNI). Dürrenberger leitete das Nano Imaging Labdes SNI und stellt mithilfe von Elektronenmikroskopie den Infektionsablauf für die Weinbauforscher dar.

"Prosecco"-Anlass
Podiumsgespräch mit Lenzburger RebbauernIm Anschluss an die Vernissage im Museum findet im Burghaldenhaus ein Podiumsgespräch mit Monica Stauffer, Kurt Wernli und Nik Rüttimann statt. Monica Stauffer bewirtschaftet oberhalb des Brättligäu 12.5 Aren Riesling-Sylvaner (Schlossberger Lenzburg). Den Rebberg hatten 1983 ihr Vater Paul Stauffer und Plinio Doninelli angelegt. Kurt Wernli trat 1993 der Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung bei, war Obmann der«Räblüs» (freiwillige Arbeitsgruppe) und 9 Jahre Mitglied des Vorstands. Während der Rebbau für Monica Stauffer und Kurt Wernli eine private Herzenssache ist, war Nik Rüttimann über 30 Jahre hauptberuflich als Rebmeister der JVA für die Goffersberg-Reben verantwortlich. Heute bewirtschaftet er die familieneigenen Reben in Villigen und am Staufberg, wo er den Rebbau wiederbelebt hat. Im Gespräch mit Corin Ballhaus, Präsidentin der Ortsbürger Rebbauern-Vereinigung, erzählen die Lenzburger Rebbauern von ihrem Engagement und ihrer Faszination für das Kulturgut Wein. Die Kulturkommission Lenzburg ist Organisatorin dieses "Prosecco"-Anlasses.

15. August 2019 bis 25.10.2019

Die Zirkus KNIE–Plakatentwürfe des Lenzburger Künstlers Hans E. Walty

Anlässlich des Gaukler- und Kleinkunstfestivals in Lenzburg zeigt das Museum eine Sonderschau zum Thema Zirkus. Was die Zirkus KNIE–Plakatentwürfe des Lenzburger Künstlers Hans E. Walty (1868-1948) mit einer Skandallektüre und empörender Erotik zu tun haben, gleicht einem Krimi. Denn in den kürzlich aufgetauchten Plakatentwürfen von Hans Emanuel Walty (1868 – 1948) aus den 1930er Jahren steckt weit mehr, als sie vorgeben. Die Motivwahl und die Linienführung verweisen auf ein Rätsel, welches man gerade zu enthüllen versucht.

Bestimmt erinnern sich die älteren Lenzburgerinnen und Lenzburger gerne an ihre Jugendzeit, als nämlich auf dem Kronenplatz der Zirkus Knie mit seinen Seiltänzern, Clowns und Rössli-Tänzerinnen gastierte. Dieses Jahr feiert die Zirkusfamilie übrigens ihren 100. Geburtstag. So muss auch Walty die Auftritte genossen haben. Denn Die frühen Gastauftritten des KNIE Variétés flossen in seine Skizzenbüchlein mit ein... Diese Archivstücke und weitere geheimnisvolle Gemälde sind schliesslich wichtige Puzzleteile für das Rätselraten um die schönen wilden Biester und den Dompteur...

 

7. April 2019 bis 31. Januar 2020

Juri Gagarin - Ikone der russischen Raumfahrt

Der Mondlandung vor 50 Jahren geht eine mehrjährige Phase aus Visionen, Erkundungen und Teilerfolgen voran. Am 12. April 1961 fliegt der 27-jährige Juri Gagarin mit dem Raumschiff Wostok 1 als erster Mensch ins Weltall. Mit seiner Umrundung der Erde in 108 Minuten geht er als Held der Sowjetunion in die Geschichtsbücher ein. Sein Porträt findet sich ikonengleich auf wertvollen russischen Lackminiaturen, Postkarten, Medaillen und Briefmarken. In Form einer Pop Up-Ausstellung zeigt das Ikonenmuseum ausgewählte Exponate.