Museum für russische Ikonen

Die einzige permanente Ikonenausstellung in der Schweiz umfasst mit Christus-Bildnissen, Lebens- und Passionsszenen, verschiedenen Darstellungstypen der Gottesmutter sowie Ikonen von Heiligen ein breites Themenspektrum. Die Schenkung von Professor Dr. med. Urs Peter Haemmerli – er entstammte einer angesehenen Lenzburger Familie – zählt 64 hochkarätige russische Ikonen.

Die traditionelle Technik der zeitintensiven Bemalung und Vergoldung sowie die Verwendung von Naturpigmenten verleihen den Werken eine unvergleichliche Farbigkeit und Leuchtkraft; Wesen und Wirkung dieser «Bilder der Seele» strahlen eine eigene Faszination aus.



Das Wort «Ikone» bedeutet «Bild» oder «Abbildung». Die Kunst der Ikonenmalerei hat ihren Ursprung im byzantinischen Reich des 6. und 7. Jahrhunderts. In Russland übernahmen zahlreiche Schulen die byzantinische Formensprache und entwickelten einen eigenen Stil. Innerhalb des russisch-orthodoxen Glaubens haben Ikonen eine zentrale Bedeutung. Sie sind wie als Fenster zum Himmel zu verstehen und ermöglichen den Gläubigen mit Christus, Maria und den Heiligen in Kontakt zu treten.

In drei Räumen, wobei neu eine filmische Einführung, ein Malatelier sowie Hörstationen die Bedeutung und Inhalte der ostkirchlichen Kunst erläutern, wird die Ikonensammlung gehaltvoll und gleichzeitig leicht verständlich präsentiert.